So. 27.4.25, 16 Uhr, Atelier Victor, Ulrichstr.5, 72764 Reutlingen
Maria Hiszpańska (1917 – 1980)
geboren in Warschau als Tochter des Unternehmers Stanislaw Feliks Hiszpański. Von 1935 bis zum Überfall Deutschlands auf Polen 1939 studierte sie an der Akademie der Schönen Künste in Warschau. Bei dem Bombardement Warschaus durch die deutschen Truppen am 25.September 1939 kam ihr Vater ums Leben. Nach seinem Tod trat sie, ebenso wie ihre älteren Brüder, der Armia Krajowa, der Polnischen Widerstandsorganisation, bei. 1941 wurde sie von der Gestapo verhaftet und im Konzentrationslager Ravensbrück interniert. 1943 wurde sie in das KZ-Außenlager Neu-Brandenburg verlegt. Im April 1945 konnte sie im Chaos der Räumung des Lagers für den Todesmarsch fliehen.
Zurückgekehrt nach Warschau arbeitete sie als Graphikerin und Illustratorin, vor allem mit der Technik des Holzschnitts, zuerst unter den räumlichen Bedingungen des fast vollständig zerstörten Warschau mit kleinen Formaten, später als sie in eine Atelierwohnung ziehen konnte, wurden die Formate größer, die Techniken vielfältiger. In den 1960er Jahren illustrierte sie Bücher bei DDRVerlagen. „Tristan und Isolde“ mit ihren Illustrationen wurde in der DDR als schönstes Buch des Jahres ausgezeichnet.
In Zusammenarbeit mit dem Architekten Pienkowski enstanden auch Wandmalereien und Mosaiken in Kirchen und Kapellen. Werke von Maria Hiszpańska befinden sich im Nationalmuseum Warschau und und in der Gedenkstätte Ravensbrück.
Nach der Eröffnung am 27.4.25 kann die Ausstellung bis Ende Mai nach telefonischer Vereinbarung (07121 / 479662) besichtigt werden.